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Der Kreuzgang

Kreuzgänge sind in der Regel Wandelhallen in Klöstern, die einen Klosterhof umschließen und die Räumlichkeiten des Klosters miteinander verbinden. In Mainz hat der Kreuzgang mehr die Funktion einer Begräbnisstätte, ferner dient er der Verbindung der Räumlichkeiten des Domkapitels mit der Kirche.

Der erste Kreuzgang hat schon zur Zeit des ersten Dombaus bestanden. Er wurde von einem romanischen Bau um 1200 abgelöst, von dem nur noch wenige Reste vorhanden sind. Der heutige Kreuzgang ist eine doppelstöckige, gotische Anlage, die unter Erzbischof Johann II. von Nassau (1397-1419) von dem berühmten Baumeister Mathernus Gerthener zwischen 1400 und 1410 errichtet worden ist. Im Westflügel des Kreuzgangs, direkt hinter der Memorie, befindet sich zudem noch die Nikolaus-Kapelle. Der Kreuzgang ist in Teilbereichen immer wieder zerstört worden, zuletzt im Zweiten Weltkrieg.

Nur noch ein Bruchteil des Denkmalbestandes des Kreuzgangs ist erhalten. Insgesamt dürften ungefähr 250 Personen hier bestattet worden sein. An sie erinnern die zahlreichen Denkmäler auf dem Boden und an den Wänden.

Heute ist im Obergeschoss des Kreuzganges und in den ehemaligen Kapitelräumen das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum untergebracht.